ChatGPT Ads
ChatGPT Ads für Onlineshops: Produktfeed, Shopping und was in DACH schon geht

ChatGPT Ads für Onlineshops: der Stand im Oktober 2026
Ja, Onlineshops können ChatGPT Ads in Deutschland, Österreich und der Schweiz heute schon nutzen, und zwar mit der klassischen Anzeige, die auf eine Produkt- oder Kategorieseite führt. Produktfeed-Kampagnen, bei denen Anzeigen automatisch aus deinem Katalog entstehen, dokumentiert OpenAI im Help Center als Beta. Ob sie in deinem Konto in DACH schon freigeschaltet sind, bestätigt OpenAI nicht ausdrücklich. Das prüfst du am schnellsten selbst im Ads Manager.
Ich habe die offiziellen Seiten von OpenAI am 13.10.2026 dafür gelesen: das Help Center zu Produktfeed-Kampagnen, die Shopify-Anleitung, die Entwicklerdokumentation und die Länderliste. Was dort steht, nenne ich offiziell. Was nicht dort steht, schreibe ich als offen. Was aus unserer Praxis kommt, kennzeichne ich so. Eigene Erfahrungen mit Produktfeed-Kampagnen in DACH habe ich noch nicht, deshalb findest du hier keine Feed-Ergebnisse.
- Antwort, Stand 13.10.2026
- Ja, Self-Service ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar.
- Status
- Offiziell
- Antwort, Stand 13.10.2026
- Ja, als Beta im Ads Manager dokumentiert.
- Status
- Offiziell
- Antwort, Stand 13.10.2026
- Nicht ausdrücklich bestätigt. Der Feed-Zugang kann vom Konto abhängen.
- Status
- Noch nicht offiziell bestätigt
- Antwort, Stand 13.10.2026
- Laut OpenAI derzeit für Shopify-Kunden in den USA, weitere Länder sollen folgen.
- Status
- Offiziell: noch nicht
- Antwort, Stand 13.10.2026
- Nein, während der Beta nur in Anzeigen.
- Status
- Offiziell
ChatGPT Shopping, Produktfeed und Anzeige: drei Dinge, die oft verwechselt werden
Wer nach „chatgpt ads shopping“ sucht, landet schnell bei Artikeln, die drei verschiedene Dinge vermischen. Für deine Planung ist die Trennung entscheidend, weil jedes davon anders funktioniert und anders verfügbar ist.
- Klassische ChatGPT-Anzeige
- Anzeige aus Titel, Text, Bild und Landingpage
- Produktfeed-Kampagne
- Anzeigen, die automatisch aus deinem Produktkatalog entstehen
- Organische Produktsuche in ChatGPT
- Produkte, die ChatGPT in seinen Antworten nennt, ohne Bezahlung
- Klassische ChatGPT-Anzeige
- Ja
- Produktfeed-Kampagne
- Ja
- Organische Produktsuche in ChatGPT
- Nein
- Klassische ChatGPT-Anzeige
- Context Hints und Anzeigentexte
- Produktfeed-Kampagne
- Produktfeed, Filter und eine Anzeigenvorlage
- Organische Produktsuche in ChatGPT
- Gut strukturierte, auffindbare Produktinformationen
- Klassische ChatGPT-Anzeige
- Verfügbar
- Produktfeed-Kampagne
- Nicht ausdrücklich bestätigt
- Organische Produktsuche in ChatGPT
- Eigenes Thema, nicht Teil von ChatGPT Ads
Wichtig: Eine Anzeige kauft dir keinen Platz in der Antwort. Sie steht unter der Antwort, gekennzeichnet als gesponsert, und beeinflusst nicht, welche Produkte ChatGPT selbst empfiehlt. Mehr dazu im Beitrag Bezahlt heißt nicht empfohlen. Wenn du organisch in Antworten auftauchen willst, ist das ein Thema für Generative Engine Optimization.
Was Produktfeed-Kampagnen laut OpenAI können
Laut Help Center sind Produktfeed-Kampagnen für Händler mit großen oder sich häufig ändernden Sortimenten gedacht. Du lädst einen Produktfeed im Ads Manager hoch und erstellst daraus Anzeigen in großer Zahl. OpenAI schreibt außerdem, dass Anzeigen aus Produktfeeds bisher zu den leistungsstärksten im Programm gehören. Zahlen dazu nennt OpenAI nicht, und es ist eine Aussage über den bisherigen Programmverlauf, nicht über dein Konto.
Wie eine Produktanzeige aussieht
Produktanzeigen nutzen laut OpenAI eigene Formate, die Artikel aus deinem Katalog zeigen: Produktbild, Titel, Sterne, Preis, Angebotspreis und deine Marke. Bild und Zieladresse kommen aus dem Produkt, nicht aus der Anzeige. Du legst pro Anzeigengruppe eine Anzeigenvorlage an, in der du derzeit nur die Auswahl des Bildfelds triffst. Das ist ein wichtiger Unterschied zur klassischen Anzeige, bei der du Titel und Text selbst schreibst. Welche Formate es sonst gibt, steht im Beitrag zu den ChatGPT Ads Formaten. Ein weiteres Format, bei dem die Anzeige selbst ein Gespräch wird, beschreibe ich im Beitrag über Sponsored Agents.
Die Einrichtung in sieben Schritten laut Help Center
- 1Feed anlegen. Im Ads Manager unter Tools den Bereich Feeds öffnen und einen neuen Feed erstellen.
- 2Produkte importieren. Drei Wege: CSV- oder TXT-Upload für den Einstieg, eine gehostete HTTPS-Adresse oder eine SFTP-Verbindung für automatische Uploads. Artikel laufen nach zwei Wochen ab, deshalb empfiehlt OpenAI die gehostete Adresse oder SFTP.
- 3Feed prüfen lassen. Die Verarbeitung dauert je nach Größe Minuten bis Stunden. Fehler siehst du im Upload-Verlauf.
- 4Kampagne mit Typ Produktfeed anlegen. Neue Produktfeed-Kampagnen unterstützen geografische Ausrichtung und Ausschlüsse nur auf Länderebene.
- 5Anzeigengruppe mit Produktfiltern anlegen. Du legst fest, welche Produkte die Gruppe bewerben darf, und prüfst die angezeigte Produktzahl. Als Gebotsstrategie ist die automatische Optimierung vorausgewählt.
- 6Anzeigenvorlage erstellen. Eine Vorlage pro Anzeigengruppe genügt. Die Beispielvorschau zeigt, ob Titel und Beschreibungen richtig erscheinen.
- 7Prüfen und einreichen. Feed, Produktzahl, Texte, Bilder, Landingpages, Budget und Ausrichtung kontrollieren, dann zur Prüfung einreichen.
Laut OpenAI zeigt der Reiter Produkte nicht alle hochgeladenen Artikel, sondern nur solche mit Auslieferungsdaten aus einer aktiven Feed-Kampagne. Nach dem Start kann es bis zu sieben Stunden dauern, bis die ersten Zeilen erscheinen. Ein leerer Reiter heißt also nicht, dass der Upload gescheitert ist.
Produktfeed in DACH: was offiziell noch nicht bestätigt ist
Das Help Center beschreibt Produktfeed-Kampagnen ohne Länderliste. Die Entwicklerdokumentation schreibt, dass du dich an dein Account-Team bei OpenAI wenden sollst, wenn der Feed-Zugang nicht verfügbar ist. Daraus folgt: Der Zugang kann vom einzelnen Konto abhängen. Eine Aussage wie „Produktfeed-Kampagnen sind in Deutschland für alle verfügbar“ findest du bei OpenAI nicht. Deshalb schreibe ich sie auch nicht.
Ähnlich bei Shopify. Die App, mit der Shopify-Händler ihren Katalog und ihre Kaufereignisse mit dem Ads Manager verbinden, ist laut OpenAI derzeit für Shopify-Kunden in den USA verfügbar. OpenAI kündigt an, dass sie bald überall dort verfügbar sein soll, wo ChatGPT Ads verfügbar sind. Ein Datum für DACH gibt es nicht.
- 1Schau im eigenen Ads Manager nach. Öffne den Reiter Tools. Gibt es dort den Bereich Feeds und beim Anlegen einer Kampagne den Kampagnentyp Produktfeed, ist die Funktion für dein Konto freigeschaltet.
- 2Frag beim Support nach, wenn beides fehlt. Nenne deine Konto-ID und dass du einen Produktfeed nutzen möchtest. Eine Zusage ist nicht garantiert.
- 3Plane nicht mit einem Starttermin. Bis die Funktion in deinem Konto auftaucht, startest du mit klassischen Anzeigen und bereitest den Feed parallel vor.
Zur Einordnung des Markts: ChatGPT Ads laufen seit August 2026 in 31 europäischen Märkten, der Self-Service im Ads Manager ist seit 31.08.2026 verfügbar. Wichtig für Händler: Die Firma, die wirbt und die Rechnung bekommt, muss in einem freigegebenen Land sitzen. Was speziell für Österreich und die Schweiz gilt, beschreibe ich im Beitrag ChatGPT Ads in Österreich und der Schweiz.
Was Onlineshops heute sicher nutzen können: die klassische Anzeige
Solange der Feed nicht freigeschaltet ist, ist die klassische Anzeige dein Weg. Sie besteht aus Name, Favicon, Titel, Text, Landingpage und Bild. Der Titel ist maximal 50 Zeichen (ideal 20 bis 35) lang, der Text maximal 100 Zeichen (ideal 30 bis 48), das Bild 1200 × 1200 Pixel. Die Idealwerte stammen aus der Praxis. Statt aus Keywords entsteht die Anzeige aus einer Situation, die du im Context Hint beschreibst.
Für einen Shop heißt das: Du denkst nicht in Produkten, sondern in Kaufanlässen. Unser durchgehendes Beispiel aus dem Webinar ist ein fiktiver Futter-Shop.
- Zielseite
- Kategorie Futter für empfindliche Hunde
- Titel
- Hund verträgt sein Futter nicht?
- Text
- Futter ohne Zusatzstoffe. Jetzt Probe wählen.
- Zielseite
- Ratgeberseite mit Produktempfehlung
- Titel
- Hund kratzt sich ständig?
- Text
- Juckreiz durch Futter? Ursache prüfen.
- Zielseite
- Vergleichsseite mit Probierpaket
- Titel
- Futter für empfindliche Hunde
- Text
- Ohne Zusatzstoffe, gut verträglich.
Aus der Praxis legen wir eine Kampagne pro Landingpage an. Für einen Shop kann das eine Kategorie oder eine Bestsellerseite sein. Ziel sind rund 40, für den Start reichen 10 bis 12 Situationen. Wie die Anzeigen dazu aussehen, findest du im Beitrag ChatGPT Ads Beispiele. Gebote und Budget funktionieren wie bei jeder anderen Kampagne: Aus der Praxis starten wir mit einem manuellen CPC von 18 bis 19 Cent, OpenAI empfiehlt offiziell einen Start-CPC von 3 bis 5 US-Dollar. Keiner der beiden Werte ist eine Garantie.
Am 05.10.2026 hat OpenAI ein neues visuelles Anzeigenformat angekündigt, das zunächst während der Bildgenerierung in ChatGPT getestet wird. Die Tests starten laut OpenAI im Oktober in den USA mit einer ersten Gruppe von Werbetreibenden. Für Shops in DACH ist das Stand heute keine buchbare Option.
Kaufereignisse messen: Pixel und Conversions API für Shops
Ohne Messung kannst du einen Shop-Test nicht bewerten. Das OpenAI Pixel kennt laut Entwicklerdokumentation eigene Standard-Ereignisse für den Kaufprozess: items_added für den Warenkorb, checkout_started für den Beginn der Kasse und order_created für die abgeschlossene Bestellung. Jedes Ereignis kann Betrag, Währung und die enthaltenen Produkte mitgeben.
- Wo es ausgelöst wird
- Klick auf In den Warenkorb
- Was du damit lernst
- Ob die Anzeige auf die richtigen Produkte führt
- Wo es ausgelöst wird
- Aufruf der Kasse
- Was du damit lernst
- Wo im Kaufprozess Besucher abspringen
- Wo es ausgelöst wird
- Bestellbestätigung
- Was du damit lernst
- Umsatz und Kosten pro Bestellung je Anzeigengruppe
Wer Bestellungen zusätzlich vom Server sendet, nutzt die Conversions API. Damit eine Bestellung nicht doppelt gezählt wird, sendest du in Pixel und API dieselbe Pixel-ID, denselben Ereignisnamen und dieselbe Ereignis-ID. Die Grundeinrichtung beschreibe ich im Beitrag zum Conversion Tracking. In Europa gehört dazu die Einwilligung: Das Pixel startet laut OpenAI mit erteilter Einwilligung, solange du nichts anderes einstellst. Wie du es an deinen Cookie-Banner koppelst, steht im Beitrag zu OpenAI Pixel und DSGVO (technische Einordnung, keine Rechtsberatung).
Welche Sortimente für ChatGPT Ads passen und welche nicht
Nicht jeder Shop darf bei ChatGPT werben. Die Werberichtlinien von OpenAI schließen einige Kategorien grundsätzlich aus. Andere sind nur in den USA und im Einzelfall erlaubt. Für Shops in DACH ist diese Liste wichtiger als jede Feed-Frage.
- Stand laut Werberichtlinien v1.6
- Gut geeignet
- Stand laut Werberichtlinien v1.6
- Grundsätzlich verboten
- Stand laut Werberichtlinien v1.6
- Außerhalb der USA grundsätzlich verboten
- Stand laut Werberichtlinien v1.6
- Nur in den USA und im Einzelfall erlaubt, in DACH also nicht
- Stand laut Werberichtlinien v1.6
- Möglicherweise nicht zum Werben berechtigt
Neben den Regeln gibt es eine praktische Frage: Reden Menschen mit ChatGPT über dein Sortiment? Erklärungsbedürftige Produkte mit einem klaren Problem dahinter passen besser als reine Impulskäufe. Ein Sichtschutzzaun, ein Futter für empfindliche Hunde oder eine Software für Selbstständige haben Gespräche, in denen eine Anzeige hilfreich sein kann. Bei einem modischen Accessoire ohne konkrete Frage ist das seltener. Das ist meine Einschätzung aus der Praxis, keine Regel von OpenAI. Die Details stehen im Beitrag zu den ChatGPT Ads Richtlinien.
Produktfeed für ChatGPT Ads jetzt vorbereiten
Auch wenn der Feed in deinem Konto noch nicht auftaucht, kannst du die Arbeit vorziehen. Die meisten Shops haben ohnehin einen Feed für andere Kanäle. OpenAI nutzt eine eigene Feed-Spezifikation. Das Beispiel in der Entwicklerdokumentation enthält unter anderem diese Felder:
- Identität und Text. item_id, title, description und brand. Titel und Beschreibungen erscheinen später in der Anzeige, also schreib sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen.
- Ziel und Bild. url und image_url. Bild und Zieladresse kommen bei Produktanzeigen direkt aus dem Feed, deshalb müssen beide stimmen und erreichbar sein.
- Preis und Verfügbarkeit. price und availability. Falsche Preise führen zu irreführenden Anzeigen und schlechten Erfahrungen auf der Landingpage.
- Eignung für Anzeigen. Mit is_ads_eligible steuerst du, ob ein Produkt für Anzeigen verarbeitet wird. Laut Help Center sind Produkte aus Feeds, die im Ads Manager angelegt werden, standardmäßig für Anzeigen geeignet, solange du sie nicht ausdrücklich ausschließt.
- Eigene Labels. Im Feld ads_metadata kannst du eigene Werte wie Produktlinie oder Gebotsstufe hinterlegen und später als Filter für Anzeigengruppen nutzen. Ein Label beschränkt laut OpenAI nicht, wo die Anzeige ausgeliefert wird.
Prüf außerdem, ob deine Landingpages für die Anzeigenprüfung erreichbar sind. Laut OpenAI braucht die Prüfung den Crawler OAI-AdsBot. robots.txt, Schutzsysteme, CAPTCHA, Login oder Geo-Sperren können die Prüfung verhindern. Das gilt für klassische Anzeigen und Feed-Anzeigen gleichermaßen.
Mein Fazit: heute klassisch starten, den Feed vorbereiten
Produktfeed-Kampagnen sind offiziell dokumentiert und gehören laut OpenAI bisher zu den leistungsstärksten Anzeigen im Programm, Zahlen nennt OpenAI dazu nicht. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist ihre Verfügbarkeit Stand 13.10.2026 aber nicht ausdrücklich bestätigt, und die Shopify-App gibt es derzeit nur in den USA. Wer jetzt auf den Feed wartet, verliert Zeit, die er für Lernen nutzen könnte.
Mein Vorschlag für Shops: Starte mit klassischen Anzeigen für deine wichtigsten Kategorien, baue die Kampagne nach Kaufsituationen auf und richte Kaufereignisse sauber mit Einwilligung ein. Parallel bringst du deinen Feed in Form und schaust regelmäßig im Reiter Tools nach. Wenn der Feed in deinem Konto auftaucht, hast du dann schon Daten darüber, welche Situationen bei deinem Sortiment funktionieren.
Quellen
- 1.Create Campaigns from Product FeedsOpenAI Help Center, Stand 13.10.2026
- 2.Set up ChatGPT Ads for ShopifyOpenAI Help Center, Stand 13.10.2026
- 3.Product FeedsOpenAI Developers, Stand 13.10.2026
- 4.Measurement PixelOpenAI Developers, Stand 13.10.2026
- 5.Ads Manager AvailabilityOpenAI Help Center, Stand 13.10.2026
- 6.Werbung entwickeln, die dazu passt, wie Menschen KI nutzenOpenAI, Stand 13.10.2026
- 7.Werberichtlinien (Version 1.6)OpenAI, Stand 11.10.2026
- 8.Advertiser guidance for allowing OpenAI web crawlersOpenAI Help Center, Stand 03.09.2026
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Über den Autor
Christian Langel
Ich bin Performance Marketer aus Linz und seit 2017 im Online Marketing. Ich komme von Facebook, Google und E-Commerce und baue heute Kampagnen in ChatGPT Ads. Kundennamen nenne ich keine, die Ergebnisse gehören den Kunden.


