ChatGPT Ads

ChatGPT Ads in Österreich und der Schweiz: was gilt und worauf du achten musst

Portrait von Christian Langel16. Oktober 2026, 12 Min. Lesezeit, von Christian Langel
Smartphone mit ChatGPT-Gespräch und gekennzeichneter Anzeige unter der Antwort, im Hintergrund eine Altstadt am Fluss

ChatGPT Ads in Österreich und der Schweiz: die Lage in Kürze

ChatGPT Ads gibt es in Österreich und der Schweiz. Seit dem 31. August 2026 können Unternehmen aus beiden Ländern ihre Kampagnen selbst im Ads Manager buchen, ohne Agentur oder OpenAI-Vertrieb. In Österreich sehen Nutzer seit August 2026 Anzeigen, Österreich wird im Europa-Beitrag von OpenAI ausdrücklich genannt. Für die Schweiz ist der Self-Service offiziell bestätigt, und aus unserer Praxis wissen wir: Kampagnen mit Ausspielung in der Schweiz sind möglich (Stand Oktober 2026).

Ich sitze in Linz und bekomme die Fragen aus Österreich und der Schweiz direkt. Einige Artikel dazu sind schon wieder veraltet, weil sie noch den Stand vor dem Self-Service beschreiben. Hier findest du den aktuellen Stand, sauber getrennt in das, was OpenAI offiziell sagt, und das, was ich aus der Praxis empfehle.

Self-Service im Ads Manager
Österreich
Verfügbar seit 31.08.2026
Schweiz
Verfügbar seit 31.08.2026
Kampagnen mit Ausspielung im Land
Österreich
Ja, im Europa-Beitrag ausdrücklich genannt
Schweiz
Ja, aus unserer Praxis
Personalisierte Anzeigen
Österreich
Vorerst nicht verfügbar (EWR)
Schweiz
Vorerst nicht verfügbar
Gesundheit, Finanzen, Recht
Österreich
Grundsätzlich verboten
Schweiz
Grundsätzlich verboten
Firmensitz für die Rechnung
Österreich
Österreich ist freigegeben
Schweiz
Schweiz ist freigegeben
Laut OpenAI Help Center und Europa-Beitrag, Ausspielung in der Schweiz aus unserer Praxis, Stand Oktober 2026. Funktionen und Länderlisten können sich ändern.

Self-Service für ChatGPT Ads in Österreich und der Schweiz

OpenAI hat ChatGPT Ads im August 2026 auf 31 europäische Märkte ausgeweitet. Mit einem Update vom 31. August 2026 wurde der Self-Service über den Ads Manager freigeschaltet, unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien. Die Seite zur Verfügbarkeit des Ads Managers führt inzwischen 63 Länder mit dem Status „Available“, darunter Österreich, die Schweiz und Liechtenstein (gelesen am 11.10.2026).

Self-Service bedeutet: Du legst dein Konto unter ads.openai.com selbst an, hinterlegst eine Zahlungsmethode und baust deine Kampagnen selbst, ohne Agentur. Den Ablauf vom ersten Login bis zur Testkampagne beschreibe ich im Beitrag ChatGPT Ads Konto anlegen. Wenn du lieber eine Agentur beauftragst, hilft dir der Vergleich ChatGPT Ads Agentur oder selbst machen? bei der Entscheidung.

ChatGPT Ads Schweiz: Buchung und Ausspielung

Hier ist Genauigkeit wichtig, weil viele Texte zwei Dinge vermischen: Wo darfst du als Werbetreibender buchen, und wo sehen Nutzer die Anzeigen? Für die Schweiz sind beide Punkte geklärt. Schweizer Firmen dürfen den Self-Service nutzen, und Kampagnen mit Ausspielung in der Schweiz sind möglich.

  • Was OpenAI offiziell sagt: Die Seite zur Verfügbarkeit des Ads Managers führt die Schweiz mit dem Status „Available“. Schweizer Firmen können ihre Kampagnen also selbst buchen.
  • Was wir aus der Praxis sehen: In unseren Kampagnen ist die Schweiz als Zielland möglich. Kampagnen mit Ausspielung in der Schweiz kannst du also genauso anlegen wie für Deutschland oder Österreich.
  • Was für Schweizer Nutzer gilt: Laut dem FAQ des Help Centers sind personalisierte Anzeigen im EWR und in der Schweiz vorerst nicht verfügbar. Die Auswahl stützt sich auf das laufende Gespräch und deine Angaben.
  • Was du selbst prüfst: Wie viele Impressionen deine Kampagne in der Schweiz bekommt, hängt von Situationen, Geboten und Budget ab. Schau dir nach den ersten Tagen die Impressionen im eigenen Konto an, bevor du das Budget erhöhst.
Mein Rat für Schweizer Firmen

Starte mit einer kleinen Testkampagne, die nur auf die Schweiz ausgerichtet ist, und prüfe nach den ersten Tagen die Impressionen im eigenen Konto. Willst du parallel Kunden in Deutschland oder Österreich erreichen, lege dafür eine eigene Kampagne an, damit sich die Zahlen nicht vermischen.

Firmensitz, Rechnung und Freischaltung: Konto heißt noch nicht werben

OpenAI knüpft den Self-Service an den Sitz des Unternehmens. Laut Help Center muss die Firma, die wirbt und die Rechnung bekommt, in einem Land sitzen, das als verfügbar gelistet ist. Für eine GmbH in Wien oder eine AG in Zürich ist das erfüllt. Entscheidend ist nicht, wo du wohnst oder wo deine Kunden sitzen, sondern welche juristische Person das Konto führt und bezahlt.

Ein Konto anzulegen heißt außerdem noch nicht, dass du sofort Anzeigen schalten kannst. In der Praxis folgt nach dem Anlegen eine Verifizierung. Du wählst, ob du als Unternehmen oder Einzelperson wirbst, und gibst bei Unternehmen eine Steuer- oder Firmennummer an. Danach folgt eine Markenprüfung des Kontos, die laut Oberfläche 5 bis 7 Tage dauert. Plane diese Zeit ein, bevor du einen Starttermin zusagst.

  1. 1Mit dem richtigen ChatGPT-Konto einloggen. Nutze das Konto, das du geschäftlich verwenden willst, und starte unter ads.openai.com.
  2. 2Land, Währung und Zeitzone festlegen. Diese Angaben setzt du beim Anlegen. Prüfe sie sorgfältig, weil sie Abrechnung und Auswertung betreffen.
  3. 3Zahlungsmethode hinterlegen. Die Rechnung geht an das Unternehmen, das im Konto angegeben ist.
  4. 4Verifizierung abschließen. Unternehmen oder Einzelperson, Firmen- oder Steuernummer, dann die Markenprüfung abwarten.

Wer in Österreich und der Schweiz ChatGPT-Werbung sieht

Die Regeln für Nutzer sind in beiden Ländern dieselben wie in Deutschland. Anzeigen erscheinen nur in den Tarifen Free und Go. Werbefrei sind Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu. Konten, die als unter 18 erkannt werden, sehen keine Anzeigen. Ausgeloggte Nutzer sehen Anzeigen, aber nur solche, die für alle Altersgruppen geeignet sind. Im Temporären Chat und im ChatGPT-Atlas-Browser gibt es keine Werbung.

Die Anzeige steht immer gekennzeichnet unter der Antwort, nie mitten im Text. Sie kann nach der ersten, der zweiten oder einer späteren Antwort erscheinen, und unter einer Antwort können mehrere Anzeigen verschiedener Werbetreibender stehen. Laut OpenAI beeinflussen Anzeigen die Antworten nicht. Mehr dazu findest du in Wer sieht ChatGPT Ads?.

Ein Unterschied zu manchen anderen Ländern: Personalisierte Anzeigen sind im EWR und in der Schweiz vorerst nicht verfügbar. Für dich bedeutet das, dass die Auswahl sich auf das laufende Gespräch, deine Context Hints, die Anzeige, die Landingpage und deine Targeting-Auswahl stützt. Ein Interessenprofil aus früheren Chats spielt hier keine Rolle. Umso wichtiger ist es, die Gesprächssituationen genau zu beschreiben.

Welche Branchen in Österreich und der Schweiz werben dürfen

Die Werberichtlinien von OpenAI gelten länderübergreifend. Gut geeignet sind laut den Richtlinien und unserer Erfahrung Lifestyle, Haushalt, lokale Dienstleistungen, Reisen und Erlebnisse, digitale Produkte und Bildung. Grundsätzlich verboten sind Glücksspiel, politische Werbung, Alkohol, Tabak, Waffen und Inhalte für Erwachsene.

Gesundheit, Finanzen und Recht sind gesperrt

Außerhalb der USA sind Gesundheits-, Finanz- und Rechtsdienstleistungen grundsätzlich verboten, also auch in Österreich und der Schweiz. Eine Arztpraxis in Graz, eine Klinik in Basel, eine Vermögensberatung oder eine Kanzlei kommen nicht durch, egal wie vorsichtig die Anzeige formuliert ist. Erlaubt bleiben Finanz-Tools ohne eigenes Finanzprodukt und Kurse zu Finanz- oder Rechtsthemen. Allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung.

Gerade für die vielen Finanzanbieter in der Schweiz ist das eine wichtige Einschränkung. Prüfe vor dem Aufbau der Kampagne, ob dein Hauptgeschäft in einer eingeschränkten Kategorie liegt. Laut OpenAI sind solche Firmen möglicherweise gar nicht zum Werben berechtigt. Bei Grauzonen reichst du erst eine einzelne Testanzeige ein und wartest die Prüfung ab. Die Details stehen in den ChatGPT Ads Richtlinien.

Budget, Währung und Gebote in Euro und Franken

Eine feste Mindestsumme nennt OpenAI nicht als allgemeine Regel. Das Mindestbudget zeigt dir der Ads Manager beim Anlegen der Kampagne an. In unseren Kampagnen lagen wir bei 15–25 € pro Tag. Auf einer Folie im Webinar stand als Orientierung ein Tagesbudget von 15 € beziehungsweise 20 CHF. Nimm das als Startpunkt aus der Praxis, nicht als Vorgabe von OpenAI.

Bei den Geboten nenne ich immer zwei Werte. OpenAI empfiehlt offiziell 3 bis 5 US-Dollar als Start-CPC. Aus der Praxis starten wir mit einem manuellen CPC von 18 bis 19 Cent und erhöhen nur, wenn eine Gruppe kaum Impressionen bekommt, dann in kleinen Schritten von etwa 3 Cent. Keiner der beiden Werte ist eine Garantie. Wie sich Klickpreise und Budget zueinander verhalten, rechne ich im Beitrag Was kosten ChatGPT Ads wirklich? durch.

Tagesbudget zum Start
Empfehlung aus der Praxis
15–25 € pro Tag, in der Schweiz entsprechend in Franken. Das Minimum zeigt der Ads Manager.
Budgetart
Empfehlung aus der Praxis
Zum Start lieber Tagesbudget statt Gesamtbudget, damit die Ausgaben gleichmäßig bleiben.
Start-Gebot
Empfehlung aus der Praxis
Praxis: manueller CPC von 18 bis 19 Cent. Offiziell: 3 bis 5 US-Dollar.
Kampagnen pro Land
Empfehlung aus der Praxis
Getrennte Kampagnen für Österreich, Schweiz und Deutschland, wenn du mehrere Länder bewerben willst.

Sprache und Region: Anzeigen für Österreich und die Schweiz anpassen

Ein Detail, das viele deutsche Anbieter übersehen: Eine Anzeige, die in Hamburg gut klingt, wirkt in Zürich oder Innsbruck manchmal fremd. Die folgenden Punkte sind meine Empfehlung aus der Praxis, keine Vorgabe von OpenAI.

  • Kein ß in Schweizer Anzeigen. In der Schweiz schreibt man „ss“. Ein „Straße“ im Titel verrät sofort, dass die Anzeige nicht für Schweizer geschrieben wurde.
  • Regionale Begriffe in die Context Hints. Wer in Österreich von Jänner, Matura oder Tischler spricht, schildert dieselbe Situation mit anderen Worten. Nimm diese Begriffe in die Beschreibung auf, wenn sie zu deiner Zielgruppe passen.
  • Preise in der passenden Währung auf der Landingpage. Eine Schweizer Zielgruppe erwartet Franken, eine österreichische Euro. Der Sprung von der Anzeige zur Landingpage muss stimmig sein.
  • Mehrsprachige Schweiz bedenken. Wenn du auch französisch- oder italienischsprachige Kunden erreichen willst, brauchst du dafür eine eigene Landingpage in der jeweiligen Sprache und damit eine eigene Kampagne, statt alles zu mischen.
  • Regionale Ausrichtung nutzen. OpenAI hat geografische Ausrichtung eingeführt. Für lokale Anbieter lohnt es sich, nur das echte Einzugsgebiet zu bewerben. Wie das geht, zeige ich im Beitrag über regionale ChatGPT Ads.

Tracking und Datenschutz in Österreich und der Schweiz

OpenAI bietet für die Messung das OpenAI-Pixel, die Conversions API und UTM-Parameter. Das Pixel ist ein Marketing-Dienst und gehört in Cookie-Banner und Datenschutzerklärung. In Österreich gilt die DSGVO, in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz. Wie du die Einwilligung im Detail umsetzt, klärst du mit deiner Datenschutzberatung. Das hier ist eine allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung.

Technisch läuft die Einrichtung in beiden Ländern gleich. Pixel auf alle Seiten, Ereignis-Code nur auf die Danke-Seite, Ereignis über „Kampagne bearbeiten“ mit der Kampagne verknüpfen und eine Testanfrage mit akzeptierten Cookies im Ereignisstream prüfen. Die Schritte im Detail stehen im Beitrag Conversion-Tracking für ChatGPT Ads. Werbetreibende erhalten laut OpenAI übrigens keine Chats, Namen oder genauen Standorte, sondern nur aggregierte Leistungsdaten.

Dein Start mit ChatGPT Ads in Österreich oder der Schweiz

  1. 1Branche prüfen. Liegt dein Hauptgeschäft in Gesundheit, Finanz- oder Rechtsdienstleistungen, ist Werbung außerhalb der USA gesperrt. Dann ist organische Sichtbarkeit in ChatGPT der bessere Weg.
  2. 2Konto mit dem richtigen Firmensitz anlegen. Die Firma, die bezahlt, muss in einem verfügbaren Land sitzen. Plane 5 bis 7 Tage für die Markenprüfung ein.
  3. 3Tracking vor dem Start einrichten. Pixel, Danke-Seite, Verknüpfung, Testanfrage, Cookie-Banner.
  4. 4Eine Kampagne pro Landingpage und Land. Starte mit 10 bis 12 Situationen als eigene Anzeigengruppen und baue auf rund 40 aus.
  5. 5Pausiert anlegen und prüfen. Texte auf Schreibweise und Währung prüfen, dann freischalten.
  6. 6Auslieferung kontrollieren. Prüfe nach den ersten Tagen je Land, ob Impressionen ankommen und welche Gruppen tragen.

Mein Fazit: In Österreich und der Schweiz kannst du starten

Für Österreich ist die Lage eindeutig: Self-Service seit dem 31. August 2026, Ausspielung an Nutzer seit August 2026, dieselben Regeln wie in Deutschland. Für die Schweiz ist der Self-Service ebenso offiziell bestätigt, und aus unserer Praxis sind Kampagnen mit Ausspielung in der Schweiz möglich. Achte dort auf Franken, Schreibweise und die fehlende Personalisierung, und prüfe die Impressionen im eigenen Konto.

Wenn du in einem der beiden Länder startest, nimm dir die Unterschiede im Detail vor: Firmensitz, Währung, Schreibweise, Datenschutz. Der Rest folgt derselben Methode wie überall: Situationen beschreiben, sauber messen und nach Daten entscheiden.

Quellen

  1. 1.Ads Manager AvailabilityOpenAI Help Center, Stand 13.10.2026
  2. 2.ChatGPT Ads in EuropaOpenAI, 18.08.2026, Update 31.08.2026
  3. 3.Ads in ChatGPT (FAQ)OpenAI Help Center, Stand 11.10.2026
  4. 4.Ads in ChatGPT: The BasicsOpenAI Help Center, Stand 13.10.2026
  5. 5.Werberichtlinien (Version 1.6)OpenAI, Stand 11.10.2026

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Portrait von Christian Langel, Autor dieses Artikels

Über den Autor

Christian Langel

Ich bin Performance Marketer aus Linz und seit 2017 im Online Marketing. Ich komme von Facebook, Google und E-Commerce und baue heute Kampagnen in ChatGPT Ads. Kundennamen nenne ich keine, die Ergebnisse gehören den Kunden.

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