Chat GPT Ads
Werbung in Chat GPT schalten: von null zur ersten Kampagne

Die Reihenfolge, die Geld spart
Die meisten starten mit der Anzeige, weil das der sichtbare Teil ist. Das ist der teuerste Einstieg, den es gibt. Eine Anzeige ohne Messung erzeugt Klicks, die du hinterher nicht bewerten kannst. Bei neunundzwanzig Cent pro Klick ist das schnell ein dreistelliger Betrag, aus dem du nichts lernst.
Die Reihenfolge, die funktioniert, dreht das um: erst messen können, dann werben.
- 1Werbekonto vollständig einrichten, inklusive Abrechnung.
- 2Datenquelle anlegen und den Pixel auf der Website installieren.
- 3Conversion-Ereignis definieren und im Code genau dieses Ereignis auslösen.
- 4Prüfen, ob das Ereignis tatsächlich ankommt.
- 5Erst jetzt die erste Kampagne bauen.
- 6Conversion-Ereignis als Ziel der Kampagne hinterlegen.
Schritt 1: Konto einrichten
Klingt banal, ist die häufigste Stolperstelle. Solange die Kontoeinrichtung nicht abgeschlossen ist, wird nichts ausgeliefert. Im Ads Manager steht dann ein Hinweis ganz oben, der gerne übersehen wird, weil darunter schon alles bedienbar aussieht.
- Abrechnungsdaten vollständig hinterlegen.
- Kontologo hochladen, es ist Pflicht und blockiert die Auslieferung.
- Prüfen, dass der Hinweisbalken oben verschwunden ist.
Wer Kampagnen baut, bevor das Konto freigeschaltet ist, wundert sich zwei Tage über null Impressionen und sucht den Fehler in den Anzeigen.
Schritt 2: Datenquelle und Pixel
Die Datenquelle ist das Gegenstück zum Pixel bei Meta oder zum Tag bei Google. Du legst sie im Ads Manager unter Conversions an und bekommst dafür eine Pixel-ID und ein Einrichtungsskript.
Das Skript gehört so weit oben wie möglich in den Head-Bereich deiner Website. Sauberer ist der Weg über einen Tag Manager, weil du den Pixel dort an eine Einwilligung koppeln kannst, ohne den Seitencode anzufassen. Vor der Freigabe muss außerdem OAI-AdsBot auf die Zielseite zugreifen können. Die nötigen Einträge und weitere Ablehnungsgründe stehen in den Chat GPT Ads Richtlinien.
- Pixel über den Tag Manager laden, nicht fest in die Seite schreiben.
- Auslösung an die Marketing-Einwilligung koppeln, sonst lädst du ohne Rechtsgrundlage.
- Nach dem Einbau im Netzwerk-Tab prüfen, ob das Skript wirklich geladen wird.
Wenn du in Europa wirbst, ist das keine Kür. Ohne Einwilligung darf der Pixel nicht laden, und ein Consent-Banner, das die Tags nicht wirklich blockiert, ist schlimmer als keiner, weil er Sicherheit vortäuscht.
Schritt 3: Conversion-Ereignis definieren
Ein Pixel allein zählt Seitenaufrufe. Was du brauchst, ist die eine Aktion, an der du Erfolg festmachst. Im Ads Manager legst du dafür ein Conversion-Ereignis an und wählst ein Basisereignis aus einer festen Liste.
| Basisereignis | Passt zu |
|---|---|
| Lead erstellt | Formular abgeschickt, Termin angefragt |
| Checkout gestartet | Nutzer wechselt in einen Kaufprozess, auch auf einer fremden Plattform |
| Bestellung erstellt | Kauf tatsächlich abgeschlossen |
| Termin vereinbart | Buchung in einem Kalender |
| Registrierung abgeschlossen | Account oder Newsletter |
Wichtig ist, dass dein Code exakt das Ereignis sendet, das du hier ausgewählt hast. Wer im Ads Manager Checkout gestartet anlegt, aber im Code etwas anderes sendet, sieht dauerhaft null Conversions und sucht den Fehler an der falschen Stelle.
Im Ads Manager gibt es einen Ereignisstream. Dort siehst du innerhalb von Minuten, ob dein Ereignis ankommt. Diesen Blick vor dem Kampagnenstart spart dir später Tage.
Schritt 4: Die erste Kampagne
Eine Kampagne, eine Ad Group, ein Anliegen. Nicht mehr. Der Reflex, gleich breit aufzustellen, kostet nur Klarheit.
- 1Wähle das Anliegen, bei dem du am sichersten bist, dass dein Angebot passt.
- 2Formuliere Context Hints eng auf genau diese Situation.
- 3Schreibe drei bis fünf Anzeigen, die dieselbe Situation unterschiedlich ansprechen.
- 4Setze ein Tagesbudget, das du vierzehn Tage durchhalten kannst, nicht eines, das nach drei Tagen aufgebraucht ist.
- 5Hinterlege das Conversion-Ereignis als Optimierungsziel.
Wie du Context Hints schreibst, die eng genug sind, steht im Detail im Artikel über Context Hints.
Schritt 5: Die Seite, auf der der Klick landet
Der günstigste Klick der Welt ist wertlos, wenn er auf eine Seite trifft, die nicht liefert, was die Anzeige versprochen hat. Der Bruch zwischen Anzeige und Seite ist der häufigste Grund für Kampagnen, die Klicks sammeln und keine Conversions.
- Die Überschrift der Seite greift die Situation aus der Anzeige auf, nicht dein Produktversprechen.
- Ein Ziel pro Seite. Jede zweite Handlungsmöglichkeit kostet Conversion.
- Ladezeit ernst nehmen. Mobile Nutzer brechen ab, bevor sie lesen.
- Der nächste Schritt steht über der Falz und wiederholt sich weiter unten.
Schritt 6: Auswerten, ohne sich selbst zu täuschen
Nach zwei Wochen hast du Zahlen. Jetzt ist die Frage, welche davon eine Entscheidung tragen.
- 1Conversions vor Klicks. Eine Gruppe mit weniger Klicks und mehr Conversions gewinnt immer.
- 2Kosten pro Conversion gegen den Wert stellen, den eine Conversion für dich hat.
- 3Anzeigen nur innerhalb derselben Ad Group vergleichen, nie quer über Gruppen.
- 4Keine Entscheidung auf Basis von unter zehn Conversions treffen.
Wenn du dafür keine tägliche Aufbereitung hast, machst du das irgendwann nicht mehr. Genau deshalb liegen dem Kurs KPI Board, KPI Übersicht und AdRanking bei, die dir die Zahlen täglich fertig aufbereiten.
Den ganzen Ablauf mit Screenshots
Im Chat GPT Ads Onlinekurs gehe ich jeden dieser Schritte im Ads Manager durch, inklusive Tracking, Context Hints und Auswertung. Alle kommenden Module sind enthalten.
Kurs ansehenHäufige Fragen
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