ChatGPT Ads
ChatGPT Ads Erfahrungen: was die ersten Wochen in DACH wirklich zeigen

Meine ChatGPT Ads Erfahrungen in Kürze
Meine ChatGPT Ads Erfahrungen nach den ersten Wochen in DACH lassen sich so zusammenfassen: Der Kanal liefert in unseren Kampagnen auffällig hohe Klickraten und Klicks im Cent-Bereich, wenn die Kampagne nach Gesprächssituationen aufgebaut ist. Die Standardkampagne, die der Assistent im Ads Manager vorschlägt, hat in unserem Test dagegen Budget verbraucht, ohne eine einzige Conversion zu bringen. Und für belastbare Durchschnittswerte ist es noch zu früh, alle Zahlen in diesem Beitrag sind kleine Fallzahlen ohne Garantie.
Wer jetzt einen Erfahrungsbericht sucht, findet vor allem Nachrichten, Umfragen unter Marketern und englische Agenturtexte. Das meiste davon ist aus zweiter Hand. Ich zeige dir deshalb, was Pascal und ich in echten Konten gesehen haben, wie wir es einordnen und an welchen Stellen ich selbst noch keine Antwort habe. Die ausführlichen Kennzahlen stehen im Beitrag über ChatGPT Ads Benchmarks. Hier geht es um die Bilanz: Was lernst du aus den ersten Wochen, bevor du eigenes Geld einsetzt?
Günstige Klicks und hohe Klickraten sind in unseren Kampagnen real. Ob daraus bei dir profitable Kunden werden, hängt von Angebot, Landingpage, Struktur und Messung ab. Eine Garantie auf Klickpreise, Einblendungen oder Leads gibt es nicht, weder von OpenAI noch von mir.
Woher meine Erfahrungen mit ChatGPT Ads stammen
Ich mache Performance Marketing seit 2017, vor allem mit Google Ads, Meta Ads und TikTok Ads, und habe dabei mehr als 5 Millionen Euro Werbebudget verwaltet. ChatGPT Ads teste ich mit eigenem Budget. Gemeinsam mit Pascal Schildknecht vom Team Sales Angels, der über 20 Jahre Google-Ads-Erfahrung mitbringt, betreibe ich AI AdBase, ein Werkzeug für genau diesen Kanal. Dadurch sehe ich nicht nur eigene Kampagnen, sondern auch Durchschnittswerte aus der Community.
Der Zeitraum ist kurz. Seit August 2026 laufen ChatGPT Ads in 31 europäischen Märkten, den Self-Service im Ads Manager gibt es seit dem 31. August 2026 unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alles, was ich hier schreibe, beschreibt also die ersten Wochen eines Kanals, der offiziell noch als Beta läuft. Oberflächen und Funktionen ändern sich laufend, deshalb steht bei jeder Zahl, woher sie kommt.
- Was sie zeigt
- Klickrate und Klickpreis bei einer strukturierten Kampagne
- Wie belastbar
- Kurzer Zeitraum, eine Kampagne, kleine Fallzahlen
- Was sie zeigt
- Was der Aufbau ausmacht
- Wie belastbar
- Im Webinar gezeigt, kleine Fallzahlen
- Was sie zeigt
- Ob die Kette vom Klick bis zum Lead technisch funktioniert
- Wie belastbar
- Ein einzelner Lead, kein Durchschnitt
- Was sie zeigt
- Durchschnittswerte über mehrere Konten
- Wie belastbar
- Breiter, aber keine OpenAI-Zahlen und stark gemischt
Die Zahlen aus der Praxis: Klickrate, Klickpreis, Conversions
Die folgenden Werte stammen aus Kampagnen, die wir selbst gebaut oder begleitet haben. OpenAI veröffentlicht für ChatGPT Ads bisher keine Durchschnittswerte für Klickrate oder Klickpreis. Jede Zahl hier ist deshalb Praxis oder Benchmark, keine offizielle Angabe.
- Kennzahl
- CTR 8–14 % je Anzeigengruppe, CPC 7–12 Cent
- Einordnung
- Bei Google und Meta gelten 1 bis 3 % CTR als gut. Der Hinweis „Niedriges Gebot“ war hier gewollt.
- Kennzahl
- CTR 4,8 bis 10 % je Situation
- Einordnung
- Jede Gruppe beschreibt eine eigene Gesprächssituation.
- Kennzahl
- CTR 3 bis 9 %, 0,74 bis 10 € pro Conversion
- Einordnung
- Die Spanne zeigt, wie unterschiedlich einzelne Situationen laufen.
- Kennzahl
- 2,35 € pro Klick, 0 Conversions
- Einordnung
- Im Webinar gezeigt, ohne Situationen aufgebaut.
- Kennzahl
- 2.777 Impressionen, 69 Klicks, 21,72 €, 1 Conversion
- Einordnung
- Erster gemessener Lead, noch kein stabiler Preis pro Lead.
- Kennzahl
- Ø CTR 3,36 %, Ø CPC 0,30 €, Ø 0,39 % Abschlüsse je Klick
- Einordnung
- Durchschnitt über verschiedene Konten und Branchen, keine OpenAI-Zahl.
Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens liegen die Klickraten in strukturierten Kampagnen deutlich über dem, was ich aus Google und Meta kenne. Zweitens ist die Spanne riesig. Dieselbe Kampagne kann Situationen mit hervorragender Klickrate und Situationen ohne nennenswerte Reaktion enthalten. Genau deshalb halte ich einen einzelnen Durchschnittswert für wenig hilfreich. Wichtiger ist die Frage, warum manche Situationen funktionieren und andere nicht.
Ein Detail zum Handwerkskonto: Den vollständigen Fall mit Screenshots, 36 Anzeigengruppen und Gebotsentscheidung habe ich im Beitrag ChatGPT Ads im Handwerk: Der erste Lead beschrieben. Hier reicht die Kernaussage: Auslieferung, Klick und Conversion-Messung spielen zusammen. Ob sich der Kanal für den Betrieb rechnet, zeigen erst weitere Anfragen.

Erfahrung 1: Die Standardkampagne aus dem Assistenten verbrennt Budget
Der Ads Manager macht den Einstieg bewusst leicht. Du gibst deine Landingpage ein, der Assistent erzeugt eine Anzeigenvorschau, du legst Budget fest und kannst starten. Das ist bequem und für den ersten Blick auf die Oberfläche völlig in Ordnung. Als echte Kampagne war es in unserem Test die teuerste Variante.
Im Webinar haben wir beide Wege gegenübergestellt. Die Standardkampagne kam auf 2,35 € pro Klick und keine einzige Conversion. Die Situationen-Kampagne lag bei rund 0,10 € pro Klick und brachte Anmeldungen. Der Unterschied liegt nicht in einem Trick, sondern in der Logik des Kanals: ChatGPT Ads sucht nach Gesprächen, in denen deine Anzeige wirklich passt. Eine einzige, allgemein gehaltene Anzeigengruppe beschreibt diese Gespräche nur ungenau.
Wer nach einer Standardkampagne schreibt, ChatGPT Ads seien teuer und brächten nichts, hat meist genau diesen Weg getestet. Das Ergebnis sagt dann mehr über den Aufbau als über den Kanal.
Erfahrung 2: Bei ChatGPT Ads schlägt Struktur das Gebot
Laut OpenAI läuft die Auktion als relevanzgewichtete Zweitpreisauktion. Ein hohes Gebot allein gewinnt nicht, und du zahlst in der Regel nicht dein volles Höchstgebot. Die genaue Gewichtung veröffentlicht OpenAI nicht. Für die Praxis heißt das: Eine Anzeige, die genau zur Situation passt und deshalb geklickt wird, kann eine Anzeige mit höherem Gebot schlagen. Unsere Erfahrung passt dazu: Kampagnen mit sauber getrennten Situationen wurden auch mit niedrigen Geboten ausgeliefert. Das Rechenbeispiel dazu zeige ich im Beitrag über die Gebotsstrategie bei ChatGPT Ads.
Relevanz entsteht vor allem über die Struktur. Aus der Praxis arbeiten wir mit einer Kampagne pro Landingpage und rund 40 Anzeigengruppen, jede mit einer eigenen Gesprächssituation, eigenem Context Hint und zwei Anzeigen. Ziel sind rund 40, für den Start reichen 10 bis 12. Wie du diese Situationen findest, beschreibe ich im Beitrag über die Kampagnenstruktur für ChatGPT Ads. Wie ein einzelner Hint aufgebaut ist, steht im Beitrag über Context Hints.
Erfahrung 3: Niedrige Gebote funktionieren, aber das Budget wird oft nicht ausgeschöpft
OpenAI empfiehlt offiziell 3 bis 5 US-Dollar als Start-CPC. Wir gehen bewusst anders vor und starten aus der Praxis mit einem manuellen CPC von 18 bis 19 Cent. Bei mehreren Produkten gehen wir eher auf 9 bis 15 Cent, bei größerem Budget auf 21 bis 22 Cent. Das ist eine Gegenposition zur offiziellen Empfehlung, sie beruht auf kleinen Fallzahlen, und eine Garantie ist keiner der beiden Werte. Wer unsicher ist, testet beide Wege in getrennten Kampagnen.
Mit niedrigen Geboten zeigt der Ads Manager häufig den Hinweis „Niedriges Gebot“ oder „Gebot erhöhen“. Das ist eine Empfehlung von OpenAI für mehr Reichweite, kein Fehler. Die Anzeige läuft trotzdem, der Status lautet weiter „Wird bereitgestellt“. Wir heben ein Gebot nur an, wenn eine Gruppe kaum Impressionen bekommt, und dann in kleinen Schritten von etwa 3 Cent mit zwei bis drei Tagen Wartezeit.
Die Kehrseite: Das geplante Budget wird oft nicht ausgegeben. Im Webinar-Beispiel lag die tatsächliche Ausgabe bei rund einem Drittel des geplanten Tagesbudgets. Das ist in Ordnung, solange die Conversions günstig sind. Es bedeutet aber auch, dass du mit niedrigen Geboten langsamer Daten sammelst. Was das in Euro bedeutet, rechne ich im Beitrag Was kosten ChatGPT Ads wirklich? durch.
Erfahrung 4: Ohne Messung hast du keine Erfahrung, nur ein Gefühl
Der häufigste Satz, den ich nach einem ersten Test höre, lautet: Es kamen Klicks, aber keine Anfragen. Oft stimmt das gar nicht. Die Anfragen kamen, nur das Conversion-Ereignis war nicht mit der Kampagne verknüpft. Dann zeigt der Ads Manager null Conversions, obwohl im Postfach eine Anfrage liegt.
- 1Das OpenAI-Pixel gehört auf alle Seiten. Es wird im HTML-Head eingebunden, damit Besuche über die ganze Website erkannt werden.
- 2Der Ereignis-Code gehört nur auf die Danke-Seite. So zählt nur eine echte Anfrage oder ein echter Kauf als Conversion und kein bloßer Seitenaufruf.
- 3Das Ereignis muss mit der Kampagne verknüpft werden. Im Ads Manager geht das über „Kampagne bearbeiten“ und „Conversion-Ereignis“. Dieser Schritt wird in der Praxis am häufigsten vergessen.
- 4Teste mit akzeptierten Cookies. Sende eine Testanfrage und prüfe im Ereignisstream, ob sie ankommt. Wie du das Pixel an deinen Cookie-Banner koppelst, steht im Beitrag zu OpenAI-Pixel und DSGVO (allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung).
Die ganze Einrichtung Schritt für Schritt findest du im Beitrag Conversion-Tracking für ChatGPT Ads. Mein Rat aus den ersten Wochen: Starte keine Kampagne, bevor die Testanfrage im Ereignisstream sichtbar ist. Alles andere produziert Zahlen, die du nicht deuten kannst.
Wo ChatGPT Ads (noch) enttäuschen
Zu einem ehrlichen Erfahrungsbericht gehören die Schattenseiten. Diese Punkte bremsen in den ersten Wochen am meisten.
- Nicht jede Branche darf werben. Gesundheits-, Finanz- und Rechtsdienstleistungen sind außerhalb der USA grundsätzlich verboten. Eine Arztpraxis, eine Kanzlei oder ein Finanzberater in DACH kommt mit keiner Formulierung durch, weil das Verbot am Angebot hängt. Details stehen in den ChatGPT Ads Richtlinien.
- Es gibt keinen Suchbegriff-Bericht. Du siehst nicht, nach welchem Gespräch jemand geklickt hat. Das hat mich als Google-Ads-Mann am meisten umgewöhnt: Du steuerst über die Auswahl deiner Situationen, nicht über Ausschlüsse. Für die meisten Werbetreibenden gibt es keine Ausschlüsse, Ausschlussbegriffe hat OpenAI bisher nur für ausgewählte Werbetreibende freigeschaltet.
- Personalisierte Anzeigen gibt es im EWR und in der Schweiz vorerst nicht. Die Auswahl läuft über den Gesprächskontext und deine Angaben, nicht über ein Interessenprofil.
- Nicht jeder Nutzer sieht Werbung. Anzeigen erscheinen nur in den Tarifen Free und Go. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu sind werbefrei. Ausgeloggte Nutzer sehen Anzeigen, aber nur solche, die für alle Altersgruppen geeignet sind. Wer genau wen erreicht, erkläre ich in Wer sieht ChatGPT Ads?.
- Der Ads Manager ist Beta. Felder, Hinweise und Funktionen ändern sich laufend. Was heute stimmt, kann in einem Monat anders aussehen.
Lohnen sich ChatGPT Ads für dich? Eine ehrliche Prüfung
Ob sich der Test lohnt, hängt weniger vom Kanal ab als von deinem Angebot. ChatGPT Ads greifen dort, wo Menschen ein Problem beschreiben und nach einer Lösung suchen. Die folgende Tabelle ist meine Einschätzung aus den ersten Wochen, keine Regel von OpenAI.
- Eher schwierige Voraussetzungen
- Dein Angebot ist ein reiner Impulskauf ohne Beratungsbedarf.
- Eher schwierige Voraussetzungen
- Deine Landingpage ist eine allgemeine Startseite ohne klare Handlung.
- Eher schwierige Voraussetzungen
- Du kannst nicht sehen, ob aus einem Klick eine Anfrage wurde.
- Eher schwierige Voraussetzungen
- Dein Hauptgeschäft liegt in Gesundheit, Finanz- oder Rechtsdienstleistungen außerhalb der USA.
- Eher schwierige Voraussetzungen
- Du willst nur die Standardkampagne starten und nach ein paar Tagen urteilen.
So sammelst du eigene ChatGPT Ads Erfahrungen, die etwas aussagen
Fremde Erfahrungen helfen bei der Einschätzung. Entscheiden solltest du aber mit eigenen Daten. Diese Reihenfolge hat sich bei uns bewährt.
- 1Prüfe zuerst die Branche. Bei Grauzonen reichst du erst eine einzelne Testanzeige ein und wartest die Prüfung ab, bevor du die ganze Kampagne baust.
- 2Richte die Messung vor dem Start ein. Pixel, Ereignis auf der Danke-Seite, Verknüpfung mit der Kampagne und eine Testanfrage im Ereignisstream.
- 3Baue eine Kampagne pro Landingpage. Starte mit 10 bis 12 Situationen, jede als eigene Anzeigengruppe mit eigenem Hint und zwei klar verschiedenen Anzeigen.
- 4Lege alles pausiert an. Prüfe Texte, Bilder und Links, bevor du freischaltest.
- 5Lege vorher einen Zielwert und eine Pausier-Regel fest. Unsere Faustregel: Kostet eine Gruppe mehr als das Doppelte deines Zielwerts ohne Conversion, wird sie pausiert. Bei einem Ziel von 20 € also nach 40 € ohne Anfrage.
- 6Prüfe zweimal pro Woche, nicht stündlich. Wir schauen montags und donnerstags und ändern pro Termin nur einen Hebel je Gruppe.
Mein Fazit nach den ersten Wochen ChatGPT Ads
ChatGPT Ads sind kein Wundermittel und kein Strohfeuer. In unseren Kampagnen sehen wir hohe Klickraten und Klickpreise im Cent-Bereich, sobald die Struktur stimmt. Wir sehen aber auch, dass eine schnell zusammengeklickte Kampagne teuer werden kann und dass einzelne Leads noch keinen verlässlichen Preis pro Anfrage ergeben.
Wenn ich die ersten Wochen auf einen Satz bringe: Der Kanal belohnt Arbeit an der Struktur mehr als ein hohes Gebot. Wer bereit ist, Situationen zu beschreiben, sauber zu messen und Entscheidungen auf Daten statt auf Bauchgefühl zu stützen, hat aus meiner Sicht gerade gute Voraussetzungen für einen fairen Test.
Quellen
- 1.Ads in ChatGPT: The BasicsOpenAI Help Center, Stand 13.10.2026
- 2.Ads in ChatGPT (FAQ)OpenAI Help Center, Stand 11.10.2026
- 3.Ads Manager AvailabilityOpenAI Help Center, Stand 13.10.2026
- 4.ChatGPT Ads in EuropaOpenAI, 18.08.2026, Update 31.08.2026
- 5.Werberichtlinien (Version 1.6)OpenAI, Stand 11.10.2026
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Über den Autor
Christian Langel
Ich bin Performance Marketer aus Linz und seit 2017 im Online Marketing. Ich komme von Facebook, Google und E-Commerce und baue heute Kampagnen in ChatGPT Ads. Kundennamen nenne ich keine, die Ergebnisse gehören den Kunden.



